Die Zöllner-Ära ist vorüber

Die SG Rottorf/Viktoria und ihr Erfolgscoach gehen überraschend getrennte Wege.

Das war's für ihn: Frank Zöllner ist seit Donnerstagabend nicht mehr Trainer der SG Rottorf/Viktoria Königslutter.

Die SG Rottorf/Viktoria Königslutter, dieser Name war bisher untrennbar mit Frank Zöllner verbunden. Denn seitdem die Fußballer des TSV Rottorf/Groß Steinum und des SV Viktoria Königslutter gemeinsame Sache machen - seit der Saison 2011/2012 also - und als Spielgemeinschaft auf Torejagd gehen, hieß der Trainer eben Frank Zöllner. Bis zum späten Donnerstagabend jedenfalls?

"Wir sind nach einem Gespräch zum einvernehmlichen Entschluss gekommen, dass wir unsere Zusammenarbeit beenden und einen Neustart machen wollen. Frank Zöllner hat sich sehr professionell verhalten, uns gesagt, dass er dabei nicht im Wege stehen will. Für die Mannschaft war es aber ein kleiner Schock", berichtete Markus Jaworski, Vorsitzender des SV Viktoria: "Frank Zöllner ist von Herzen Viktorianer und hat einen tollen Job gemacht. Er wurde nicht rausgeschmissen."

Die SG Rottorf/Viktoria habe Zöllner schließlich einiges zu verdanken. "Er hat passend zum 100-jährigen Jubiläum den Aufstieg geschafft, ist zweimal Stadtmeister geworden. Wir sind ihm dankbar und verbunden", stellte Jaworski noch einmal klar, für den Frank Zöllner zudem "ein guter Kumpel" ist. "Er ist ein positiv verrückter Typ, der als Trainer immer 150 Prozent gegeben hat."

"Ich bin seit über 20 Jahren im Trainergeschäft und habe immer mindestens sechs Jahre bei einem Verein gearbeitet. Ich will immer erfolgreich sein und habe hier gemerkt, dass das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Der Zeitpunkt nach nur drei Spieltagen ist natürlich unglücklich", sagte Frank Zöllner, der aber "lieber jetzt" als zu spät geht. "Ich bin super erleichtert und verlasse den Verein mit Stolz und ohne Probleme", betonte der Ex-Coach:"Ich brauche einen neuen Anreiz."

Wer seine Nachfolge antritt, ist noch offen. "Vorerst wird der Mannschaftsrat das intern lösen. Wir werden auf keinen Fall vorschnell handeln", erklärte Markus Jaworski zur Trainersuche.

 

Er gehört als Kapitän zum Mannschaftsrat, der das Traineramt vorerst intern lösen wird: Malte Schrader teilt sich die Aufgaben mit Kai Holste, Dennis Poley und Dennis Roth.

Quelle: Braunschweiger Zeitung

Der Zeitungsbericht vom 17.09.2016 aus der Braunschweiger Zeitung
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