Drei Punkte weg: SG überwintert auf Platz 13

Rottorf/Viktoria wird vom Sportgericht bestraft.

Ärger und Unverständnis beim Fußball-Kreisligisten SG Rottorf/Viktoria Königslutter: Die vom Abstieg bedrohte SG bekam vom Sportgericht drei Punkte abgezogen. Der Grund: Die Lutteraner sollen das Heimspiel gegen den FC Türk Gücü Helmstedt trotz bespielbaren Rasens abgesagt haben.

Die Gäste meldeten dies dem Verband - und bekamen Recht. Die Partie wurde zwar am 4. Dezember nachgeholt (5:0 für Türk Gücü), dennoch bekam die SG drei Zähler abgezogen, rutschte vom 11. auf den 13. Platz ab - den ersten Abstiegsrang.

"Das kann ich gar nicht nachvollziehen, wir fühlen uns ungerecht behandelt", ärgert sich Alaa Aldahir, Co-Trainer in Königslutter. "Türk Gücü wollte das Spiel ursprünglich selbst verlegen. Unser Abteilungsleiter Marco Niebuhr war im Urlaub, deshalb haben wir das mit der Spielverlegung nicht hinbekommen. Am Samstag, dem Tag vor unserem Spiel, hatte unsere Zweite dort gespielt. Danach war der Rasen matschig und unbespielbar."

Am Sonntagmorgen wurde Türk Gücü per Telefon die Spielabsage mitgeteilt - das sei den Helmstedtern spanisch vorgekommen, so Coach Yalcin Erarslan. "Wir haben uns daraufhin beschwert und die Platzkommission angerufen." NFV-Kreis-Vorsitzender Werner Denneberg, selbst Schiedsrichter, nahm nach Absprache mit dem Spielausschuss-Vorsitzenden sowohl den Sportplatz Lutterspring und auch den in Rottorf in Augenschein - und kam zu der Ansicht, dass beide Plätze bespielbar waren. Den Rottorfer Platz beschrieb er gegenüber dem Sportgericht mit den Worten "in einem tadellosen, sehr guten Zustand. Ein Spiel hätte hier zweifelsohne stattfinden können."

Für das Sportgericht war der Fall damit klar: Aufgrund "einer missbräuchlichen Spielabsage" wurde die SG Rottorf/Viktoria mit einem Abzug von drei Punkten, einer Geldstrafe und der Neuansetzung der Partie bestraft. Und Türk Gücü bekam keine Punkte geschenkt, sondern musste sich diese selbst erspielen. "Ich drücke Thomas Lippmann und der SG Rottorf/Viktoria die Daumen, dass sie trotzdem gemeinsam den Klassenerhalt schaffen", sagte Erarslan in Richtung des neuen SG-Trainers.

 

Quelle: Braunschweiger Zeitung

Presseartikel aus der Braunschweiger Zeitung
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